Meine Rolle

Die Mama mit die weißen Haut!

Franzin aus den Niederlanden bezeichnete mich so. Ankelin, eine Volonteer aus Münster fragt mich, ob ich mich eher als Mutter oder als Waisenheimleiterin sehe? Oft werde ich mit derlei Fragen konfrontiert. Auch ich selbst setze mich mit dieser Frage auseinander.

Ohne wirkliche mütterliche Liebe, hätte ich nicht die Kraft und die Freude, diesen Kinder mütterlich zur Seite zur stehen. Unsere Beziehung ist gegenseitig eng geworden. Es ist das notwendig, ohne Nähe, wie schwach und kühl würde unser Zusammenleben sein.
Andererseits hatte ich Sorge, was passiert, wenn mir etwas zustößt? Wer kümmert sich dann? Die großen Kinder wären Straßenkinder, die kleinen müssten zurück in das große Waisenhaus. Diese Vorstellung war schrecklich.
Sehr entlastet bin ich deshalb darüber, dass wir jetzt unter Caritas & development eine Übereinstimmung schriftlich festgelegt haben, dass auch wenn mir etwas passieren sollte, dieses Projekt weitergeht.
Seit jetzt bin ich als Projektleiterin eingesetzt und in enger Zusammenarbeit mit Schwester Agrippina und Caritas 6 development wollen wir unser beste geben für diese wundervollen Kinder zu sorgen.

Meiner Rolle bewusst startete ich, den Kindern den Kontakt mit ihrer leiblichen Familie zu ermöglichen.

Dieses war sehr berührend, als ich mit Christina in ihren Geburtsort fuhr. Sie dachten Christina sei nicht mehr am Leben, da sie ja so krank war. Nun hat das ganze Dorf freudig, mit Trommeln und Tanz Christina gefeiert, bis in die Nacht hinein.
Wie wichtig es für jeden ist, zu wissen: wo komme ich her, das wurde deutlich. Obwohl Christina anfangs eher scheu ist, ging sie sofort auf den Arm ihres älteren Bruders. Die 3 temperamentvollen Tanten waren ihr anfangs suspekt. Doch als sie ihr Erdnüsse zu essen gaben und sie immer wieder mit Tanzgebärden willkommen hießen, da war die Scheu schnell überwunden.

Christinas verwandt wohnen in einer absolut armen Gegend. Die shangazi, die ältere Schwester von ihrem Vater er berichtete eindrucksvoll von der Lebenssituation, von ihrem Überlebenskampf. Sie erzählte von Christinas Eltern, und gemeinsam sin wir auf den Friedhof gegangen um ihnen für dieses liebenswerte Kind zu danken.

Nach dem Kirchgang mit der ganzen Familie, hat die Shangazi mir die mütterliche Verantwortung für Christina übergeben. Gemeinsam wollen wir für eine Zukunft für Christina sorgen. Sie soll weiterhin Kontakt zu den Verwandten haben.

So auch die andern Kinder. Gemeinsam mit dem Dorfpfarrer, werde ich einen Besuch bei den Familien vorbereiten. Sie sind sehr interessiert, oft wird darüber gesprochen. Das erste Mal höre ich die Kinder von ihren Erinnerungen sprechen, es tut ihnen gut, das ist deutlich zu spüren.

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